Stimmen auf Knopfdruck — Bürgerbeteiligung, die man einfach einspricht
Für das Beteiligungsverfahren zum neuen „Rathaus der Zukunft“ in Berlin-Mitte hat pixel-dusche gemeinsam mit der Freiheit Gruppe eine Plattform umgesetzt, auf der Bürger*innen ihre Ideen per Sprachnachricht abgeben – statt ein Formular auszufüllen. Die Aufnahmen wurden im Hintergrund transkribiert, von wissenschaftlichen Mitarbeitenden ausgewertet und die Ergebnisse öffentlich als interaktive Themenübersicht und Podcast aufbereitet.

- Kunde
- Freiheit Gruppe
- Website
- stimmenaufknopfdruck.de
- Branche
- Beteiligungsverfahren · Rathaus der Zukunft, Berlin-Mitte
- Leistungen
- Sprachaufnahme-Plattform, automatische Transkription, Auswertungs-Backend, interaktive Ergebnisdarstellung, Podcast-Integration
- Stack
- Morpheus CMS · Audio-Aufnahme im Browser · Google Speech-to-Text · AnyChart (Sunburst) · Podcast-Integration
- Zeitraum
- 2021 (18.01.–12.03.2021)
- Kennzahl
- Beteiligung per Stimme statt Formular — niederschwellig und barrierearm
Die Ausgangslage
Klassische Bürgerbeteiligung läuft über Formulare – und schließt damit viele aus: Menschen, die nicht gern schreiben, sich schriftlich schwer ausdrücken oder schlicht keine Lust auf Papier haben. Für das Beteiligungsverfahren zum neuen Rathaus Berlin-Mitte sollte die Hürde so niedrig wie möglich sein. Die Idee: Bürger*innen sollten ihre Anregungen einfach einsprechen können – frei, persönlich, ohne Formular.
Die Lösung
Wie geben Bürger*innen ihre Ideen ab?
Über die Plattform stimmenaufknopfdruck.de konnten Bürger*innen ihre Ideen und Anregungen direkt als Sprachnachricht aufnehmen – im Browser, ohne Anmeldung, ohne Formular. Das senkt die Hürde zur Teilhabe erheblich und macht Beteiligung persönlicher.
Wie wurden die Sprachnachrichten verarbeitet?
Im Hintergrund wurden die Aufnahmen mit Google Speech-to-Text automatisch in Text transkribiert. Anschließend werteten wissenschaftliche Mitarbeitende die Inhalte manuell aus und verdichteten sie zu zusammenhängenden Themen und Aussagen. Für die Darstellung wurden in Morpheus Skripte geschrieben, die die Auswertung als interaktive Charts mit AnyChart ausgaben.
Wie wurden die Ergebnisse sichtbar gemacht?
Die Auswertung wurde öffentlich erlebbar: Eine interaktive Themengrafik (Sunburst mit AnyChart) macht den Diskurs navigierbar – von Oberthemen wie Nutzung, Gestaltung oder Verwaltung bis zu einzelnen Aspekten, jeweils mit Zitaten und teils den Original-Sprachaufnahmen zum Anhören. Ergänzend entstand ein vierteiliger Podcast, und der vollständige Ergebnisbericht steht zum Download bereit.
Im Betrieb
Das Verfahren lief von der digitalen Kick-off-Veranstaltung am 18.01.2021 bis zum 12.03.2021. Die eingesprochenen Stimmen der Bürger*innen wurden ausgewertet, visuell aufbereitet und öffentlich zugänglich gemacht – ein abgeschlossenes, dokumentiertes Beteiligungsverfahren, das zeigt, wie digitale Werkzeuge Teilhabe niederschwelliger machen.
Häufige Fragen
Kann Bürgerbeteiligung per Sprachnachricht statt Formular funktionieren?
Ja – Beteiligte sprechen ihre Anregungen direkt im Browser ein; das senkt die Hürde und erreicht Menschen, die schriftliche Formulare meiden.
Wie werden Sprachnachrichten aus einem Beteiligungsverfahren ausgewertet?
Durch automatische Transkription (Google Speech-to-Text) und anschließende manuelle inhaltliche Auswertung durch wissenschaftliche Mitarbeitende, mit Aufbereitung zu Themen und Zitaten.
Wie lassen sich Beteiligungsergebnisse verständlich darstellen?
Zum Beispiel über interaktive Charts (hier AnyChart/Sunburst), die den Diskurs navigierbar machen und Zitate sowie Original-Audios zugänglich halten.
Ist eine sprachbasierte Beteiligung barriereärmer?
Ja – wer nicht gern oder nicht gut schreibt, kann sich per Stimme genauso einbringen.



